SANDFISCH
These der Bioniker
Schwimmen unter dem Sand, so wie es der Sandfisch (oder Sandskink) in der Sahara vollbringt, ist gewiss noch anstrengender als Schwimmen im Wasser. Deshalb sollten, so die These der Bioniker, die Schuppen des Sandfisches – wenn die Evolution auf Energiesparen setzt – einen Mechanismus aufweisen, der Festkörperreibung (hier Sandreibung) herabsetzt. In der Tat sieht die Oberfläche der Sandfischbeschuppung wie poliert aus.
Experimente in der Wüste Erg Chebbi
In der Wüste Erg Chebbi (Marokko) am Rande der Sahara wurden im Sommer 2000 erste Reibungsmessungen an Sandfischen durchgeführt. Leitgedanke für die Konstruktion eines Gleitreibungsmessers für Sand war die Sanduhr. Aus einem Glasbehälter mit ausgezogener Kanüle fließt ein feiner Sandstrahl auf eine geneigte Ebene.
Oberflächenvergleich
In derselben Versuchsreihe wurde für hoch polierten Stahl 25°, für Glas 28° und für Nylon 30° gemessen.
Das krönende Ergebnis: Die Biologie besitzt die Lösung mit geringster Reibung. Mit einer technologisch nachgebildeten Schuppenoberfläche des Wüstensandfischs könnten z. B. neue Lager entstehen. Die Schuppenoberfläche des Wüstensandfischs wird zu einem neuen Forschungsobjekt der Bioniker.
BÄRTIERCHEN 
Wirbelloses Tierchen um ca. 2 mm Körpergröße mit
8 Beinen. Besonderheit bei diesem Tierchen ist die Tatsache, dass es als einziges Tier im All bei Temperaturen von Minus 272 °C bis plus 151 °C ca. 20 Minuten überleben kann. Und es kann außerdem dem 300-fachem atmosphärem Druck stand halten.
Die Hautstruktur und die Materialzusammensetzung dieses Tierchen lieferte uns wichtige Erkenntnisse für das Design (geometrische und materielle Beschaffenheit der Oberflächen und des Materials)
für unsere Hochleistungsthermovoltaikzellen mit Wirkungsgraden ab 30% bis 48%.